Mathias Bartoszewski
Das Sichtbare, das Seiende, gibt dem Werk die Form. Das Unsichtbare, das Nichts, gibt ihm Wesen und Sinn.
Lao Tse

Probenausschnitte 

 

 

 

  Probenfotos 

 

PATA DIVANO      ENGLISH

…über unser Verhältnis zur Vergänglichkeit - ein Märchen vom Tod als ständiger Begleiter im Leben. 

In unserer Geschichte wird der Tod durch Nornen dargestellt: die erste repräsentiert die Vergangenheit, die zweite die Gegenwart und  die dritte die Zukunft. 

Sie begleiten die Hauptfigur - getanzt von Barbara Buck - bei der Geburt, auf ihrem Weg durchs Leben und am Ende wieder aus dem Leben heraus.

Die Bühne ist eine bewegliche Installation - durch Fäden mit der Tänzerin verbunden. Die Installation symbolisiert unser Sein, alles ist miteinander verbunden, alles ist eins.

Die Klaviermusik ist an Themen aus Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ angelehnt. 

Gesungen werden Motetten von Vivaldi, eine Arie von Händel und eine Komposition von J. S. Bach. 

Die Sängerinnen zitieren aus den Sonetten zu Vivaldis "Vier Jahreszeiten" in Gebärdensprache. Die Gebärdensprache wurde mit dem HÖR-Kompetenzzentrum Vorpommern erarbeitet und gelernt. So wird auch eine Barrierefreiheit für Menschen mit eingeschränkter Hörfähigkeit erreicht.

Die Videoprojektionen basieren auf Grafik und Malerei zu dem Thema. Es werden sowohl Stimmungen von Tages-und Jahreszeiten als auch von Lebensabschnitten erzeugt.

 

Choreografie und Tanz - Barbara Buck

Klavier und musikalische Leitung  - Elisa Bartoszewski

Gesang - Jorma Jesse u. Zora Köppe, Sopran, Doris Hädrich, Alt, Sara Kühn

Bilder, Projektionen, Installation - Mathias Bartoszewski


öffentliche GP: 20.11.2015 20 Uhr

Premiere: 21.11.2015 20 Uhr

weitere Vorstellungen siehe Termine

Das Projekt

In einem interdisziplinären Künstlerteam, bestehend aus einem Bühnenbildner und Maler, einer Tänzerin und Choreografin, sowie einer Musikerin und drei Sängerinnen setzen wir uns mit dem Thema Sterben und Tod auseinander.

Wir stießen dabei an Grenzen, die mit der Ungewissheit des Todes verbunden und unvermeidlich sind. Die Erfahrungen mit dem Tod sind ja nur mitfühlender Art. 

Darum wählten wir die Form des Märchens, um über Sterblichkeit und Tod zu erzählen. 

Eine Lebensgeschichte analog zu den Zyklen der Natur. Wie wir Morgen in einen neuen Tag aufbrechen, wie der Frühling nach dem Winter die Natur zum Leben erweckt, führt auch der Lebensweg unserer Hauptfigur wieder an seinen Beginn.

Kaum eine Komposition hat das einprägsamer beschrieben, als die „Vier Jahreszeiten“ von Antonio Vivaldi. Sie war uns musikalischer Leitfaden. Elisa Bartoszewski hat über das barocke Programm hinaus Variationen entwickelt. Gemeinsam mit der Tänzerin Barbara Buck sind Improvisationen entstanden, die eine metaphysische Ebene des Themas ausloten. 

Vivaldi schrieb auch wunderbare Motetten, die als Zwischenspiele zwischen den Jahres- bzw. Lebenszeiten von den Nornen gesungen werden. 


Die Malerei erzeugt die Stimmungen der Lebensstationen und wird in eine kinetische Installation projiziert. Diese Installation ist Modell unseres Seins. Alles ist miteinander verbunden alles ist eins, alles wirkt aufeinander, korrespondiert mit allem. Die Auswirkungen unseres Tun durchschauen wir nicht immer. Nur die Haltung gibt unseren Handlungen einen allgemeinen Wert. Innehalten, in die Stille lauschen, die Grenzen spüren, bevor der Tod uns dazu auffordert.

 

Barbara Buck 

Ausbildung an der Ballettschule des Hamburg Ballett (1994), als Tänzerin am Theater Oldenburg, in der Oper Chemnitz und am Theater Vorpommern.

Seit März 2015 selbständig als Tanzpädagogin und Choreografin in Greifswald und Umgebung, Weiterbildung als Tanzpädagogin und Choreografin an der Universität der Künste Berlin.


Elisa Bartoszewski

In Bayern geboren, Studium am Konservatorium in München, als Organistin und Chorleiterin seit 1986 tätig. Sie leitet seit 1988 das Puppentheater Wunderlich - Regiearbeiten und Stückentwicklungen für Theater und Puppentheater. Sie leitet verschiedene Chöre.

Elisa und Mathias Bartoszewski arbeiten zusammen und entwickeln Crossover Projekte.


Doris Hädrich-Eichhorn 

wurde in Saalfeld geboren und studierte Gesang an der Hochschule für Musik „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig. Seit 1979 ist sie am Theater Vorpommern.


Jorma Jesse

ist in Rostock geboren. Sie hat ihre Ausbildung in Hamburg gemacht und arbeitet jetzt im Kreisdiakonischen Werk. Seit 2008 singt sie im Chortippus Greifswald.


Zora Köppe

ist in Neubrandenburg geboren, studierte in Greifswald und arbeitet als Lehrerin an der Martinschule Greifswald. Auch sie ist seit 2008 Mitglied des Chortippus Greifswald.

 

Sara Kühn
geboren in Versmold, NRW. 2002-2006 Studium (Kommedia) an der Uni Duisburg, an- schließend Tätigkeit im Verlagswesen und als freie Autorin. Seit 2008 Lead-Sängerin der Band Dancing Lobster Society. Ab 2010 Gesangsstudium an der Alfred Schnittke Akade- mie in Hamburg. 

Mathias Bartoszewski

Freischaffender Künstler seit 1999 mit den Schwerpunkten - Bühnenbild, Malerei, Gestaltung. 2002 bis 2009 Atelier in Berlin, seit 2010 Atelier in Steinfurth bei Karlsburg. Der Schwerpunkt dort ist die Entwicklung experimenteller Kunstprojekte.


DER TITEL - Pata Divano aus dem keltischen Wortschatz für das Sterbliche (von Whitley Stokes,Adalbert Bezzenberger)

 

DIE MUSIK

 

KLAVIER

Zitate aus Antonio Vivaldis (1678 - 1741) „Vier Jahreszeiten“ 

und Improvisationen von Elisa Bartoszewski


GESANG 

Antonio Lucio Vivaldi  Motette  RV 631

„O qui coeli terraeque serenitas“ Allegretto 

Rezitativ

„Rosa quae moritur“ Largo


„Lascia ch io pianga“ Georg Friedrich Händel (1685-1750)


„Komm süßer Tod“ Johann Sebastian Bach (1685 - 1750)

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Die Motette „O qui coeli terraeque serinitas“ RV 631 ist eine von drei Solomotetten, die während Vivaldis Aufenthalten in Rom 1723 und 1724 zur Karnevalszeit entstanden sind. RV 631 ist eine Motette per agni tempo - „für jede Witterung“.

Ihr lateinischer Text mit Elementen, ist ein Gebet darum, sich von irdischen Genüssen zu lösen und denen des Himmels hinzugeben. 


Die Arie der Almirena "Lascia ch‘io pianga mia cruda sorte" („Lass mich beweinen mein grausames Schicksal“)  ist aus Georg Friedrich Händels Oper „Rinaldo"


"Komm, süßer Tod“ ist von Johann Sebastian Bach komponiertes Lied. Den Text dichtete ein unbekannter Verfasser um 1724. 

 

gefördert durch:

             KUNST&NATUR Steinfurth e.V.

 

Wir danken Frau Möller und  Herr Gralow vom HÖR Kompetenzzentrum in Greifswald. 

 

 

 

 

PROBENFOTOS:

  

  fotografiert von Claudia Otto

 

PRESSE: 

Ostsee Zeitung 21. Januar 2016

 

 

Nordkurier vom 21./22.2015 

 

 

 

 

 

video

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



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